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Letzte Nacht tat ich kein Auge zu

Drei Gedichte von Mario Franke

Männerrunde

Vatertraum

Verantwortung

 

Männerrunde

Heute wollte ich mal fragen wie denn kleine Kinder sind. 
Liebe Monster, liebe Plagen, alles das sind sie bestimmt. 
Gehen Dir gern auf die Nerven, 
mit den vollen Windeln werfen, 
all das machen sie zum Spaß.
Glaube mir da wirst Du blass. 

Leider will ich das nicht glauben, 
ihr wollt mir die Nerven rauben, 
doch mein Junge tut das nicht, 
denn er wird ein lieber Wicht. 
Alle fingen an zu lachen, 
hör mal, was die noch so machen. 

Murmeln, Schrauben, kleine Dinge, 
Nägel und aus Eisen Ringe. 
Das ist alles ungesund 
und es wandert in den Mund. 
Krabbeln, laufen, fallen, schrei´n... 
Dein Kind läßt Dich nicht mehr allein. 

Steckdosen hier, Steckdosen da, 
die Finger immer rein, wie wunderbar. 
Aber mein Junge der tut das nicht, 
denn er wird ein lieber Wicht. 

Alle mussten weiter lachen. 
Hör mal was Die noch so machen. 
Denkst, du hast 2 Stunden frei, 
weil das Fußballspiel beginnt 
und mit riesigen Geschrei meldet sich dein Kind. 
Windel voll, das Bettchen nass, 
ach was ist das für ein Spaß. 

Von unten schreit dein Kumpel Tooor 
und Du stellst Dir langsam vor, 
wie das alles früher war, 
ohne diesen kleinen Barbar. 
Doch dann lächelt er Dich an,
das zweite Tor, das hörst du nicht. 
Denn dieser kleiner Strampelmann, 
bringt Dich aus dem Gleichgewicht. 

Vergessen wirst Du alle Dinge, 
die Dir früher wichtig waren,
Fußball ,Tennis, andere Sachen,
Du brauchst nur deine Freunde fragen. 
Denk weiterhin dein kleiner Wicht, 
tut das mit dem Papa nicht. 

Wir werden warten und Du wirst sehen 
wie leidenschaftlich sie dich quälen. 
Dann wirst merken, daß wir nicht über Dich lachten, 
wir nur an unseren Wichtelmann da

er macht noch heute mit Dir Schluß.

© by Mario Franke

Vatertraum

Langsam schließ ich meine Augen, 
glitt ganz tief hinab und sah nur Dich. 
Du mein Sohn, der fast geboren, 
komm zu mir, ich liebe Dich. 

Bin bereit Dich aufzufangen, 
zeige Dir die neue Welt. 
Bestehen gemeinsam die Abenteuer, 
die Du für mich verborgen hältst. 
Wir werden lachen, spielen, auch manchmal weinen. 
Wir werden träumen von Prinzen und Drachen, ganz kleinen. 

Doch wird ein Drache groß und fürchterlich, 
bin ich immer da und beschütze Dich. 
Doch jetzt muß ich dich ganz langsam verlassen, 
mein Prinz ,mein Sohn, Du kleiner Wicht. 
Werde alles für Dich in meiner Welt vorbereiten, 
verlaß Dich darauf ,denn ich liebe Dich.

© by Mario Franke

Verantwortung

Die letzte Nacht tat ich kein Auge zu. 
Wälzte mich von links nach rechts, fand keine Ruh. 
Musste an Dich denken die ganze Zeit. 
1000 mal die gleiche Frage. Bin ich denn für Dich bereit? 

Keine Angst Dich zu empfangen, 
auch keine Angst vor dem Verlangen,
Dich zu halten, Dich zu spüren und Dich durch das Leben führen. 

Es ist die Angst, Dich zu enttäuschen, 
einmal nur versagen, wenn Du mich brauchst 
und ich nehme Dir das Leuchten, wenn Du Papa siehst, 
dem Du vertraust. 

Doch werde ich heut Nacht keine Antwort finden, 
mich nur an diesen Gedanken binden. 
Vielleicht gehört ja die Angst dazu,
damit ich niemals vergesse, das Wichtigste bist Du.

© by Mario Franke

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23.10.2001